Berlin Urlaub 2011

Reisebericht vom Urlaub 2011 in Berlin

Berlin

Sonntag 12.06.2011

Am Flughafen Tegel angekommen, ging es mit dem Bus in nur 30min. zum Hotel „Hampton by Hilton“ auf der Uhlandstrasse. Da noch kein Zimmer frei war, ließen wir unser Gepäck dort und machten uns auf den Weg zum Flohmarkt am Mauerpark. Dabei kamen wir an der „Max-Schmeling-Halle“ (Alba-Basketball) vorbei, wo gerade ein Tanzwettbewerb stattfand. Auf dem Flohmarkt gab es jede Menge antike Möbel und stylische Sachen, ganz im Gegensatz zu unseren Trödelmärkten, was auch den großen Andrang erklärte. Neben einer Sonnenbrille, einem Halstuch und einem „Urst“, gab es dort Fruchtquark und frischen Orangensaft. Von dort aus liefen wir in die völlig falsche Richtung (Karten sollte man auch lesen können), kamen so aber an den Läden „Kauf dich Glücklich“ und „Paul`s Boutique“ vorbei, welche auch Sonntags geöffnet hatten.

Nach einer kurzen Bahnfahrt erreichten wir schließlich die „Gedenkstätte Berliner Mauer“. Dort findet man einen echten Abschnitt der Original Mauer und zahlreiche Gedenktafeln von Opfern und Informationen zum Auf- und Umbau der Mauer. Ein Zeitzeuge erzählte uns wie es dort wirklich zuging; mit versteckten Zugängen zur U-Bahn und den sehr gut durchdachten Sicherheitsvorkehrungen, vor, hinter und zwischen den Mauern.

Dann brachte er uns mit der S-Bahn gerade noch rechtzeitig zur Tour „Unterwelten-Dunkle Welten“. Die Tour führte durch einen Luftschutzbunker, welcher direkt unter der U-Bahn angelegt wurde und somit nach dem Krieg nicht gesprengt werden konnte. Wir erfuhren, dass man nachleuchtende Farbe für die Wände, Lichtschalter und Beschriftungen genommen hatte, falls der Strom einmal ausfiel. Ebenso gab es eine kleine Ausstellung von Gegenständen aus dem Krieg, wie Helme, Munition, Plakate (Der Feind hört mit…), eine Enigma, etc.

Auf dem Rückweg zum Hotel, kamen wir am Hard Rock Cafe vorbei und holten uns, wie immer, ein Souvenir. Im Hotel bekamen wir dann unser Zimmer wo wir uns auch gleich breit machten. Da es noch hell genug war, machten wir noch eine Tour zum „Schloss Charlottenburg“ mit anhängendem Park.

Nun wurde es Zeit für`s essen! Also ging es zur „Schnitzelei“ wo es deutsche Tapas gibt. Nach reiflicher Überlegung, entschieden wir uns für die 9er Tapas (Kartoffel in Kräuterquark, Kassler auf Sauerkraut, Currywurst…). Die Kellnerin wirkte ein wenig erstaunt, weil jeder von uns einen 9er nahm. Dies hielt uns aber nicht davon ab, auch noch den 3er Tapas Nachtisch zu ordern.


Montag 13.06.2011

Wir starteten nach dem Frühstück direkt um die Ecke im „Europa Center“, wo ein grosser Steinbrunnen (Wasserklops) vor steht. Von dort aus ging es mit dem Bus zur „Siegessäule“. Der Ausblick war dank klarem Wetter hervorragend. Man konnte das „Brandenburger Tor“ sehen, was auch gleich unser nächster Stop war. Da wir über Pfingsten dort waren, war es auch dementsprechend voll. Es ist schon ein beeindruckendes Bauwerk.

Ganz im Gegensatz zum „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ um die Ecke. Diese Anordnung von 2711 verschieden hohen Metallquadern kostet damals 27,6 Mio. Euro. Nicht wirklich ein Denkmal, sondern eher ein Spielplatz zum klettern.

Bevor wir am Gendarmenmarkt ankamen, machten wir einen Abstecher zum „Ritter Sport“ Shop. Am Markt angekommen, schauten wir uns den deutschen und französischen Dom an und entdeckten einen (von vielen) „Ampelmann“ Lädchen. Hier gibt es alles rund um die lustigen Ampelmännchen der DDR.

Weiter gings zum Bebelsplatz, vorbei am „Denkmal der Bücherverbrennung“ und zur Gedenkhalle „Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft“, welche oben offen ist, so dass Schnee und Regen herein fallen können.

An einem Seitenarm der Spree war ein kleiner Markt aufgebaut, den wir natürlich mitnahmen, bevor es auf der anderen Seite in und auf den „Berliner Dom“ ging. Man konnte (ohne Voranmeldung) bis nach oben zur Kuppel hinaufsteigen. Die Aussicht war auch hier genial.

Auf dem Weg fanden wir „Pylones“, einen witzigen Laden mit jeder Menge Erfindungen und Helferlein im Alltag. Weiter ging es zum „Neptunbrunnen“ am „Roten Rathaus“, bevor wir uns Karten zum „Fernsehturm“ (Telespargel) reservierten. Praktisch ist, das man eine SMS mit der Kartennummer sendet und 30min. vor Einlass per SMS informiert wird. So muss man nicht die ganze Zeit vor Ort warten. Die Wartezeit haben wir genutzt und waren auf dem „Alexanderplatz“, wo die bekannte „Weltzeituhr“ steht. Beim „Asia Snack“ haben wir einen kleinen Boxenstop gemacht.

Dann ging es die 203m auf den Turm um die 360° Aussicht, bei wie gesagt sehr schönem Wetter, zu genießen. Jetzt drängte die Zeit ein wenig und wir fuhren zurück zum Hotel, zogen uns um und bretzelten zum „Umspannwerk Ost“, wo im „Kriminaltheater-Der Name der Rose“ aufgeführt wurde. Wir waren (ich würde sagen) „pünktlich“ (andere würden sagen „in letzter Sekunde“) dort. Die Aufführung war recht gut gemacht. Die minimalistischen Bühnenbauten wurden durch die gute schauspielerische Leistung kompensiert. Danach ging es wieder ins Hotel um sich für den nächsten Tag zu erholen.


Dienstag 14.06.2011

Den Tag starteten wir mit einem Blick auf`s „Cafe Einstein Stammhaus“. Die umgebaute Villa ist ein Insider Treff für Promis und liegt etwas dezentral. Dann ging es mit der S-Bahn raus bis nach Marzahn und mit dem Bus weiter zum Erholungsgebiet. Dort besuchten wir bei strömendem Sonnenschein die „Gärten der Welt“. Dank Regenjacken waren wir gut gerüstet und schauten uns die verschiedenen Gärten (Japanisch, Chinesisch, Balinesisch, Orientalisch und Koreanisch) und den Irrgarten an. Da ich mein 5-Tages Ticket im Bus verloren hatte, musste ich auf dem Rückweg zum Marzahner „Eastgate“ 3-Tageskarten holen…

Wieder zurück in Berlins Mitte, ging es zum berühmten „Curry 36“ Imbiss um die original Berliner Currywurst zu probieren. Weiter ging es zu den „Hakeschen Höfen“, einer Ansammlung von kleinen Lädchen, aufgeteilt in 6 Hinterhöfe. Von dort aus machten wir einen Abstecher im „St. Oberholz“, eine IN-Gaststätte, die wie uns scheint, sehr selten draussen bedient. Denn nach geschlagenen 10min. ohne Bedienung sind wir weiter zum „Friedrichstadt-Palast“. Da dort schon das Abendprogramm startete, konnten wir nur einen Blick in die Vorhalle des großen und alten Gebäudes werfen.

Von der Haltestelle „Brandenburger Tor“ sind wir an selbigen vorbei zum „Bundestag“. Naiv und gutgläubig wie wir nunmal sind, dachten wir, man könne sich brav in eine Reihe stellen und die Kuppel über dem Tagungssaal besichtigen. Aber weit gefehlt: Ohne Voranmeldung (3-4 Tage zum durchchecken auf terroristische Vorstrafen) kommst du hier nicht rein! In Amerika noch vor kurzem belächelt und nun ebenfalls hierzulande eingeführt.
Danke Fr. Obama-Merkel!

Etwas säuerlich (nett umschrieben) machten wir uns vom „Hauptbahnhof“ per S-Bahn auf zu den 30m hohen und 45Tonnen schweren „Molecule Men“ um anschliessend die, mit 1316 Meter längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt, „East Side Gallery“ zu besichtigen. Auf dem original Teil der Berliner Mauer hinterließen 1990, 118 Künstler aus 21 Ländern ihre kreativen Werke zum Thema Ost/West. Die Gallery endet an der „Oberbaumbrücke“, einer roten, siebenbogigen Steinbrücke.

Im alten historischen Hafen angekommen, dinierten wir auf dem Schiffsrestaurant „Deckshaus“, welches hier anliegt. Beim Enten füttern, habe ich ein Entchen fast mit dem Toast erschlagen, aber halt nur fast. Nach dem essen und in der Dämmerung schauten wir noch kurz am „Potsdamer Platz“ vorbei, der eigentlich nichts auffälliges zu bieten hat. Lediglich das „Sony Center“, wo die „Berlinale“ und Filmuraufführungen stattfinden, zogen uns und die Massen an. Dann wie immer ab ins Hotel.


Mittwoch 15.06.2011

Der Mittwoch begann im „KaDeWe“ (Kaufhaus des Westens), welches mit 60.000 m² Verkaufsfläche, das 2. größte Europas ist. Immerhin fahren dort 64 Rolltreppen und 26 Aufzüge über 7 Etagen. Sehr beeindruckend! Wie auch der „Checkpoint Charlie“, welcher von Touristen nahezu überrannt wird. Viel zu sehr kommerzialisiert die Ecke…

In der Nähe des Bahnhofs „Friedrichsstrasse“, befinden sich ein paar Antik&Kunst Lädchen, welche aber nicht mit einem Flohmarkt zu vergleichen sind. Die Waren hier haben ihren (gehobenen) Preis. Da der Reiseplan soweit abgearbeitet war, gönnten wir uns eine 1-stündige Schiffsrundfahrt auf der Spree. Etwas enttäuschend war dabei, dass es 20min. runter und dann 20min. den gleichen Weg wieder rauf ging. Ebenso in die andere Richtung vom Startpunkt aus.

Wieder zurück auf dem „Kudamm“ (Kurfürstendamm), gingen wir im „Europa Center“ und bei „Jack&Jones“ shoppen. Dann brachten wir die Einkäufe ins Hotel und machten uns für den Abend fertig.

Bei dem Vietnamesen „Monsieur Voung“ gab es sehr leckere und ausgefallene Speisen zu fairen Preisen. Von dort aus fuhren wir zur „Solar Sky Lounge“, welche im 16. Stock (Anspielung auf Sidos Herkunft?) in einem Hochhaus liegt. Dort fährt ein gläserner Aufzug an der Außenwand hinauf. Die Lounge, Musik und der Ausblick auf Berlin bei Nacht waren großartig. Am frühen Do. morgen ging es mit dem Nachtbus zurück ins Hotel.

Euer Danjo!